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HOCHZEIT TROTZ CORONA - EINE LAGEANALYSE

Hochzeitsplanung trotz corona

Es sollte der magischste Tag ihres Lebens werden. Monate der Planung bis ins kleinste Detail - die Blumen, die Kerzen, das Kleid - all das führte zu diesem besonderen Anlass. Sorgfältig kuratierte Pinterest Boards, handverlesene Canapes und - na ja - tausende von Schweizer Franken, alles Teil vom grossen Tag des Paares.

 

Ausser, dass für viele Brautpaare im Jahr 2020 dieser Hochzeitstag nie gekommen ist. Stattdessen kam das Coronavirus. Angesichts der weltweiten Pandemie kündigte die Schweizer Regierung am 13. März Massnahmen an, die ein Verbot aller gesellschaftlichen Veranstaltungen und Versammlungen beinhalteten. So auch für Hochzeiten. Diejenigen, die den Bund fürs Leben schliessen wollten, mussten sich sehr schnell mit verschobenen Hochzeiten und neu arrangierten Empfängen abfinden, von denen viele erst in einer Welt nach der Abriegelung stattfinden werden.

Einfluss von Corona auf Hochzeiten

64% der Hochzeiten im Jahr 2020 waren bisher direkt vom Coronavirus betroffen. Dies bedeutet, dass die Mehrheit derer, die hofften, den Gang zum Altar antreten zu können, ihre Pläne auf Eis legen mussten. Paare waren gezwungen herzzerreissende Entscheidung zu treffen, entweder auf unbestimmte Zeit abzusagen oder ein neues Datum zu wagen - was sich für einige nicht ausgezahlt hat.

 

Wir haben im Wedding Network Switzerland nachgefragt. Ein Brautpaar sollte im April im Tessin heiraten, musste die Hochzeit dann aber zweimal verschieben. "Wir verlegten die Hochzeit von April 2020 auf Juni 2020 und dann wieder auf Mai 2021", sagt eine renommierte Wedding Plannerin. "Es ist sehr schade für das Paar. Die Vorfreude auf die Hochzeit ist bei allen immer sehr gross und die ständige Schieberei hat die Freude während des Planungsprozesses dann doch etwas getrübt. Je mehr Learnings wir jedoch haben und je klarer entsprechende Massnahmenkonzepte kommuniziert werden, desto besser wird unser Umgang mit dieser Herausforderung."

Andere haben auf gar auf "Zoom" Hochzeitszeremonien inszeniert, zu denen sich Liebende gesellen, um den Bund fürs Leben zu schliessen. Der Trend hat sogar Gesetzgeber in einigen Teilen der Welt, wie zum Beispiel in New York, dazu veranlasst, digitale Hochzeiten rechtsverbindlich werden zu lassen – wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit bis dies hier in der Schweiz ebenfalls akzeptiert würde.

 

Wie sieht die Hochzeitswelt die Feste in 2021 und in folgenden Jahren?

Während gut 25% der Hochzeiten auf Ende 2020 verschoben wurden, sind etwa 44 % der Hochzeiten auf 2021 verschoben worden – dies wird ein extrem arbeitsreiches Jahr für Hochzeitsgesellschaften und zukünftige Brautpaare gleichermassen. Da es nur wenig Gewissheit darüber gibt, wie die langfristigen Auswirkungen der Pandemie aussehen könnten, ist das Know How, wie Hochzeiten in einer Welt nach heutigen Massnahmen aussehen könnten, noch nicht sehr ausgereift. Aber was wissen wir bisher?

 

Zeremonien

Viele Hochzeitsprofis sind sich darüber einig, dass es aufgrund des Coronavirus-Nachholbedarfs wahrscheinlich zu einem Anstieg der Hochzeiten in der Wochenmitte und auch im Winter kommen wird. Wir sollten uns auch darauf vorbereiten, dass unsere Briefkästen in Zukunft mit Partyeinladungen überschwemmt werden. Paare könnten sich im Folgejahr für eine reduzierte Zeremonie entscheiden, bei der eine grosse Feier zu den Jahrestagen geplant ist, wenn es keine Grenzen für soziale Verpflichtungen mehr gibt.

 

Da Forschungsergebnisse auch darauf hindeuten, dass der Aufenthalt im Freien die Verbreitung des Coronavirus verringert, glauben einige auch, dass sich die Paare für Zeremonien im Freien unter der Leitung von Zeremonienspezialisten entscheiden werden.

 

Hochzeitsempfänge und Apéros

Wir können wohl auch erwarten, dass Empfänge etwas anders aussehen werden. Es wird prognostiziert, dass an den Veranstaltungsorten lange Tische anstelle von traditionellen runden Tischen verwendet werden müssen und hierbei auch Sanitärstationen "standardmässig" eingesetzt werden.

 

Die einen vermuten auch, dass gemieteten Fotokabinen möglicherweise der Vergangenheit angehören werden. Die Attraktion eines Fotoautomaten besteht darin, dass alle hineingehen, sich zusammenkauern und die Requisiten aufstellen...schwierig sich vorzustellen, wie wir in Zukunft mit diesem Thema umgehen wollen. Dies könnte also heissen, dass Hochzeitsfotografen etwas kreativer damit umgehen müssen, wie sie den grossen Tag einfangen, von Photoshop bis hin zu separaten Portraits ist ja alles möglich.

Essen und Getränke

Mahlzeiten am Tisch werden wahrscheinlich wieder sehr üblich werden und das Catering-Personal muss möglicherweise Handschuhe und Masken tragen - aber stilvoll, damit es nicht zu "einschüchternd" aussieht. Leute werden ziemlich kreativ werden müssen.

 

Und was feuchtfröhliche Partys angeht ist es wahrscheinlich, dass wir den Alkoholkonsum auf Hochzeiten ganz neu überdenken müssen. Wenn Beschwipstheit bedeutet, dass sich Gäste über Social Distancing hinwegsetzen, werden wir eventuell auch eine Zunahme von trockenen oder alkoholarmen Hochzeiten erleben. Vielleicht dann lieber Hochzeits-Brunches?

 

Für jene Paare, die gerne eine intime, unauffällige (oder sogar digitale) Hochzeit feiern möchten, ist dies also schon sehr gut möglich. Für diejenigen aber, die ihr Herz auf einen gross angelegten Hochzeitstag mit passenden Gästeliste ausgerichtet haben, müssen wir wahrscheinlich noch etwas zuwarten. Aber das muss ja nichts Negatives sein, so kann man sich bei der Planung nochmals richtig darauf fokussieren, was einem wirklich wichtig ist...

 

...zum Beispiel das Buchen eines DJs oder einer/s Musiker/in:

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